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Nachrichten und Termine aus dem Netzwerk

Verblüffende Erkenntnisse: Was Unternehmen von Orchestern lernen können

Das Netzwerk U-Netz Heidekreis e. V., bestehend aus mehr als 70 Unternehmerinnen, und der Überbetriebliche Verbund Familie & Beruf (ÜBV), ein Netzwerk von 139 Unternehmen mit familienorientierten Arbeitgeber/Innen, luden im September 2017 zu einem besonderen Vortrag in die Felto ein:

Klaus Peter Diller, Konzertmeister aus Mönchengladbach, referierte zum Thema „Was Unternehmen von Orchestern lernen können“. Der mehrfach preisgekrönte Solist und Kammermusiker zeigte anhand verschiedener Beispiele, wie ein Orchesterapparat funktioniert: ein Paradebeispiel für ein kreatives, offenes und schnell reagierendes Unternehmen, mit klar strukturierten  und effizienten Führungs- und Konfliktlösungsstrategien.

Jeder Einzelne ist ein offenes Buch für sein Umfeld. Kein Fehler kann kaschiert oder anderen untergeschoben werden. Eigenverantwortung ist daher ein entscheidender Faktor für den orchestralen Erfolg. Der Dirigent muss im Geiste der Musik Freiheiten zulassen, sonst droht Frustration. Insbesondere benötigen die Solostimmen im Orchester künstlerische Freiräume, wobei der Dirigent auf sie eingehen muss, ansonsten herrscht Frustration. Man kann im Orchester seine Irrtümer nicht kaschieren. Beim Unternehmen gibt es weit mehr Möglichkeiten, falsche Einsätze zu vertuschen. Richtige Schlüsse zu ziehen durch nüchterne Analyse, aber auch nicht ohne eine Akzeptanz des emotionalen menschlichen Faktors ist ein weiterer Punkt, den sich Unternehmerinnen und Unternehmer von Musikern auf der Bühne abgucken können. Keine Kreativität ohne Leidenschaft für eine Sache, Emotionalität als Motor, der antreibt: Klaus Peter Diller gab einen umfassenden, eindrucksvollen Einblick in die Welt der Orchester, über Führungsstil, Teamorganisation, Druck, Befindlichkeiten, sowie den Umgang mit Konflikten und Antipathien. Er zeigte, wie leicht tägliche Veränderung zum Alltag gehören kann und soll und welche kreativen und stärkenden Prozesse ganze Abteilungen beeinflussen und mitreißen können. Er verglich außerdem kurzen verbalen Austausch im Orchester mit den umständlichen langen Wegen der Massen E-Mails in manchen Firmen und sprach über Grenzen von Mitspracherechten und einem häufig überstrapazierten Teamideal.

Für die mehr als 70 Zuhörerinnen und Zuhörer gab es ungewöhnliche Einblicke hinter die Kulissen von Orchester und Oper und viele Anregungen für den Alltag und Abläufe im eigenen Unternehmen.

Kreissparkasse Walsrode erhält FaMi-Siegel Auszeichnung

Erstmals und direkt erfolgreich hat sich die Kreissparkasse Walsrode um das Familiensiegel beworben. Lena Heß, Leiterin der Geschäftsstelle des Überbetrieblichen Verbund Familie & Beruf e. V. und Brigitte Kaminski, Überbetrieblicher Verbund Frau & Wirtschaft Lüneburg.Uelzen e. V., überreichten dem Vorstand am 21. Juni die Urkunde für den Zeitraum 2016 bis 2018.

„Lösung Nummer eins sind bei uns individuelle Absprachen, wir haben keinen festgelegten Ablauf für den Wiedereinstieg und auch keine standardisierten Regelungen zur Arbeitszeit. Derzeit existieren rund 42 individuelle Arbeitszeitmodelle und wir halten guten Kontakt zu unseren Mitarbeiterinnen in Elternzeit“, begründen Renate Herold und Dagmar Dopmann aus dem Unternehmensbereich Personal die gute Möglichkeit, als Beschäftigte bei der Kreissparkasse Walsrode Beruf und Familie miteinander zu verbinden. „Werden individuelle Wünsche und Anforderungen seitens der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter an uns heran getragen, sprechen wir darüber und versuchen eine Lösung zu finden.“

Sonderpunkte bei der Auswertung des Fragebogens durch die Leuphana Universität Lüneburg erhielt die Kreissparkasse Walsrode für ihre Angebote im Bereich Gesundheitsmanagement, die in Folge einer umfangreichen Onlinebefragung im Jahr 2015 etabliert wurden.

Für Matthias Schröder, Vorstandsvorsitzender der Kreissparkasse Walsrode, ist die Vereinbarung von Familie und Beruf ein wichtiges Kriterium: „Unsere Sparkasse ist wegen ihrer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter so erfolgreich – deshalb freue ich mich, dass das FaMi-Siegel unser Engagement zur Steigerung der Arbeitgeberattraktivität widerspiegelt.“

Weitere vier FaMi-Siegel verliehen

Kurz vor Weihnachten hatten am gestrigen Donnerstag, den 15.12.2016, vier Institutionen bzw. kommunale Verwaltungen doppelten Grund zur Freude: mit sehr guten Ergebnissen bei der Auswertung durch die Leuphana Universität Lüneburg haben sich die Stadt Walsrode, der Landkreis Heidekreis, die Samtgemeinde Ahlden sowie die Lebenshilfe Soltau e. V. erfolgreich um das FaMi-Siegel beworben.

Aus diesem Grund hatte die Geschäftsstelle des Überbetrieblichen Verbundes Familie & Beruf e. V., die bei der Koordinierungsstelle Frauen und Wirtschaft Heidekreis ansässig ist, zur Überreichung des Siegels in das Verwaltungsgebäude in Soltau eingeladen.

Frau Schneider-Skibbe, Beraterin Fachkräftesicherung bei der IHK Lüneburg-Wolfsburg, Geschäftsstelle Celle, lobte die tollen Ergebnisse und ermutigte die Anwesenden, diesen Prozess, der durch die Bewerbung um das FaMi-Siegel angestoßen wurde, weiter voran zu treiben.

FaMi-Siegel: 14 Zertifizierungen im Heidekreis

Am 25. Mai 2016 konnten sich insgesamt 14 Betriebe und kommunale Verwaltungen über die Auszeichnung mit dem FaMi-Siegel für den neuen Aktionszeitraum 2016-2018 freuen.

Im Rahmen einer feierlichen Veranstaltung in der Felto Filzwelt in Soltau überreichten Vertreterinnen und Vertreter der Gemeinschaftsinitiative sowie die Geschäftsstellenleiterin des ÜBV, Lena Heß den Bürgermeisterinnen und Bürgermeistern und den Unternehmensverantwortlichen die Urkunden.

Mit Hilfe des FaMi-Siegels können Unternehmen eine Selbstüberprüfung ihrer familienfreundlichen Maßnahmen vornehmen und bei einer erfolgreichen Auswertung für diese ausgezeichnet werden, was eine erhebliche Auswirkung auf die Attraktivität als Arbeitgeber haben kann. Mehr Informationen und wie Sie sich als Unternehmen bewerben können, erhalten Sie auch auf der offizielle Homepages unter www.fami-siegel.de